Die Zukunft des Materialflusstrackings in der Prozesslernfabrik CiP

Trotz eingeschränkten Betriebs gekoppelt mit überwiegender Heimarbeit der Mitarbeiter entwickelt sich die Prozesslernfabrik stetig weiter. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit der Neoception GmbH (Spin-off der Pepperl+Fuchs Gruppe) wird ein digitales Materialflusstrackingsystem entwickelt und umgesetzt.

Damit wird das bestehende Traceability-Konzept „Use Case 0“, welches primär die Rückverfolgbarkeit des Pneumatikzylinders im Fertigungsprozess sicherstellt, um ein digitales E-Kanbansystem erweitert. Bei Befüllung und Entnahme aus den Supermärkten bzw. den Kanbanregalen an der Montagelinie wird ein Event ausgelöst und dem entsprechenden Material zugeordnet. Dadurch können in Echtzeit Bestände und Materialflüsse nachverfolgt werden. Durch die Speicherung und Analyse der erzeugten Daten sehen Neoception und die Forschungsgruppe CiP große Potenziale für weitere Use Cases:

  • Bestimmung von exakten Materialumschlagshäufigkeiten
  • Vermeidung der Materialsuche
  • Optimierung von Supermarktbeständen
  • Bedarfsorientierte Milkrunplanung
  • Nutzung digitaler Losgrößentafeln
  • Fehlerreduzierung durch Pick-by-Light in der Logistik

 

Nachgerüsteter Supermarkt

In der Prozesslernfabrik sollen diese verschiedenen Use Cases im weiteren Verlauf auf ihre Eignung im realen Produktionsumfeld überprüft werden.

Das System wird in einem ersten Schritt für die beiden meist verbauten Zulieferkomponenten an den drei Stationen Montagelinie, interner Supermarkt und Lieferantensupermarkt implementiert. Bei erfolgreicher Testphase besteht die Möglichkeit, das System auf weitere Komponenten, auch Eigenfertigungskomponenten, zu erweitern.

 

Ansprechpartner: M.Sc. Lukas Longard

 

 

Mit Sensorik ausgestattete Rollbahn