Digitale Technologien für integriertes Qualitätsmanagement in der fehlerfreien Fertigung

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InterQ Logo (Bild: InterQ)

 

Der Übergang zur fehlerfreien Fertigung ist eine der zentralen Herausforderungen strategischer Wirtschaftssektoren (wie bspw. in der Luft- und Raumfahrt, Energie- und Automobilindustrie), um die volle Kontrolle über die Qualität industrieller Produktionsprozesse und -ausrüstung zu erlangen. Aktuell kann durch den Einsatz digitaler Technologien eine große Menge an Daten generiert und gespeichert werden. Jedoch ist es ohne entsprechende Verarbeitungs- und Managementtechnologien nicht möglich, aus diesen Daten genaue, verlässliche, sichere und relevante Informationen zur Optimierung industrieller Prozesse zu generieren.

Das europäische Forschungsprojekt InterQ konzentriert sich auf die Entwicklung einer digitalen Plattform zur Datenerzeugung und -integration, um die Produkt- und Prozessqualität sicherzustellen und das Paradigma der fehlerfreien Fertigung zu erreichen. "Die InterQ-Plattform sucht nach einer Lösung für dieses Problem. Es handelt sich um eine Lösung, deren zentraler Inhalt die Datenverarbeitung zur Optimierung fehlerfreier Herstellungsprozesse ist, sodass die Qualität des Fertigungsprozesses entlang der gesamten Wertschöpfungsprozesse verfolgt werden kann", so der Koordinator des Projekts, Jokin Muñoa.

Die Plattform bestehet aus fünf Modulen zur fehlerfreien Fertigung

Die Plattform kann in fünf Module untergliedert werden, die integriertes Qualitätsmanagement ermöglichen. InterQ-Process ist das erste Modul und konzentriert sich auf die Überwachung der Qualität der Fertigungsprozesse. Das zweite Modul ist InterQ-Product und dient der Produktqualitätskontrolle. InterQ-Data bewertet die Qualität der erzeugten Daten. Über das Modul InterQ-ZeroDefect soll mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) die Qualität des Fertigungsprozesses gesteigert werden. Das letzte Modul, InterQ-TrustedFramework, stellt schließlich durch die Anwendung der Distributed-Ledger-Technologie die vollständige Rückverfolgbarkeit des Produkts innerhalb verschiedener Stellen in der Wertschöpfungskette sicher.

Zu diesen Partnern zählen unter anderem Unternehmen wie Renault, Gamesa Energy Transmission und ITP. Die Initiative verfügt über ein Budget von 11 Mio. €. Davon werden 9 Mio. € von der EU im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms gestellt.

Das PTW übernimmt dabei die Verantwortung für das InterQ-ZeroDefect Modul und wird basierend auf der Nutzung von KI für die fehlerfreie Fertigung zur Optimierung der Produktqualität beitragen.

 

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.